Gruppentherapie mit schematherapeutischen Methoden

Unter dem Begriff „Schema“ versteht man in der Schematherapie ein typisches Muster von Gefühlen, Gedanken und Empfindungen, die unser Verhalten steuern. Schemata entstehen in der Kindheit und dienen der Befriedigung von emotionalen Grundbedürfnissen eines Menschen. Wurde ein zentrales Bedürfnis in der Kindheit nicht (ausreichend) erfüllt, entsteht dazu ein „ungünstiges“ Schema. Maladaptive Schemata können psychische Störungen, Leid und Unzufriedenheit verursachen.

In der Schematherapiegruppe werden wichtige persönliche Themen in ei­nem kleinen Kreis bearbeitet. Dabei werden insbesondere Methoden der Schematherapie im Rah­men eines verhaltenstherapeutischen Gruppenkonzepts genutzt. Schematherapie ist eine effektive Behandlungsform vor allem für Menschen mit langanhaltenden, wiederkehrenden Beschwerden und interpersonellen Schwierigkeiten. Gerade bei interpersonellen Schwierigkeiten bietet die Gruppe eine gute Plattform für die Aktivierung problematischer Themen, aber auch für Unterstützung, korrigierende Erfahrungen, interpersonelles Lernen und Austausch.

Ziel der Schematherapie in der Gruppe ist es die TeilnehmerInnen zu unterstützen, sich die ungünstigen Erlebens- und Verhaltensmuster, die im Verlauf der Lebensgeschichte entstanden sind, bewusst zu machen und diese so zu verändern, dass Gefühle und Verhalten besser reguliert und Bedürfnisse auf eine günstigere Weise befriedigt werden können. So können langfristig maladaptive Schemata erkannt und verändert und psychische Belastungen reduziert werden.

Vor dem Gruppenbeginn werden einige Vorgespräche im Einzelsetting mit diagnosti­schem Schwerpunkt geführt, um die wichtigsten klinischen Beschwerden oder persönlichen Anlie­gen vorab zu erfassen. So können bereits erste Ideen zu einer „inneren Moduslandkarte“ im Sinne der Schemather­apie erarbeitet werden. Ebenso kann dadurch festgestellt werden, ob die Gruppe das passende Angebot für die Patien­tin oder den Patienten darstellt. Ziel der Gruppe ist es, ausreichend zur Besserung von Beschwerden und Lösung von Problemen beizutragen, so dass weitere Einzeltherapie nicht zwingend erforderlich ist.

Teilnehmer: Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung: störungsübergreifendz.B. für Jugendliche mit Beziehungsschwierigkeiten, Depressionen, Angststörungen, Essstörungen. Die TeilnehmerInnen sollen nicht gleichzeitig eine Einzeltherapie (oder andere Gruppen­therapie) durchführen.

Alter der Teilnehmer: 15 – 20 Jahren; die Gruppenzusammensetzungen erfolgen in unterschiedlichen Altersklassen

Gruppengröße: 3-9 TeilnehmerInnen (neue Patientinnen und Patienten können hinzustoßen)

Frequenz: feste Termine 1x pro Woche, Dienstagnachmittags

Kosten: Die Gruppentherapiestunden sind bei Vorliegen einer Indikation antragspflichtig und werden in der Regel von gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Die Abrechnung der ersten Einzeltermine (Sprechstunden/ Probatorik) erfolgt über meine Praxis, die Abrechnung der Gruppentherapien über die Betriebsstätte der Kirinus Ambulanz München.